New York mit Teenagern zu planen, klingt für viele Familien erstmal nach Stress, langen Laufwegen und „Das ist doch nichts für Kinder“. Unsere Erfahrung zeigt das Gegenteil: New York ist eine der spannendsten Städte überhaupt – gerade für Familien mit Jugendlichen.
In diesem Blogpost nehmen wir euch mit auf unsere echte New-York-Reise mit zwei Teenagern (13 und 15 Jahre) im September. Wir zeigen euch, wie abwechslungsreich, machbar und richtig cool eine Familienreise nach NYC sein kann – ohne durchgetaktetes Sightseeing, dafür mit viel Bewegung, gutem Essen, besonderen Orten und genug Freiraum für alle.
Ihr findet hier:
- unseren konkreten Tagesablauf
- Tipps zu Hotel, Transport und Eintritten
- Highlights wie Brooklyn Bridge, 9/11 Memorial, SUMMIT, Central Park & High Line
- viele teenager-taugliche Spots (Shopping, Burger, Cookies, Aussichtspunkte)
- ehrliche Eindrücke, was gut funktioniert hat – und warum

Staten Island Ferry mit Blick auf Manhatten
Basic Tipps vorab: Hotel & Preise
Bevor wir in unsere einzelnen Tage starten, ein paar grundlegende Erfahrungen, die für viele Familien bei der Planung von New York mit Teenagern entscheidend sind.
Wir haben uns gegen einen direkten Flug und für einen Stopover in Island entschieden. Warum erfahrt Ihr in diesem Blogpost: Stopover auf Island auf dem Weg nach New York
Die Preise Hotelpreise in Manhatten sind einfach exorbitant und es lohnt etwas weiter außerhalb zu wohnen. Wir haben im Radio Hotel übernachtet. Die Zimmer waren recht großzügig und modern, es gab zwei King Size Betten, war sauber und der Service nett.
Das Viertel ist nicht gerade ‘Hochglanz’, aber sehr echt. Wir haben uns immer sicher gefühlt, auch wenn wir erst abends zurückgekommen sind. Die U-Bahn ist 5 Gehminuten entfernt und braucht ca. 35 Minuten bis nach Manhatten. Wir haben eine Wochenkarte genutzt und nur die Fahrt zum Flughafen extra dazu gekauft.
Respekt hatten wir vor den Preisen in New York. Verpflegung für vier Personen, von denen zwei eigentlich immer Hunger haben, schlägt aufs Budget. Mit Take Aways, Supermärkten und auch mal Fast Food haben wir uns aber ganz gut durchgeschlagen. Da war auch der Shake oder Kaffee am Nachmittag drin. Essen waren wir nur einmal am Abend, Frühstück gabs in der kleinen Bar gegenüber des Hotels. Die haben gute Sandwichs gemacht und der Kaffee war lecker!
Tag 1 – Brooklyn Bridge, Grand Central, The Summit Vanderbilt & Timesquare
Abends angekommen, ins Bett gefallen und morgens ohne Frühstück los: Das war kein langsamer Start an Tag ein. Wir sind direkt eingestiegen und hatten dank des Zwischenstops in Island keinen Jetlag.
Start in Brooklyn
Spaziergang durch die Brooklyn Heights und über die Squibb Park Bridge zum FLussufer. Frühstück bei Butler. Lässig entspannt, lecker (Bowls, Matcha, Eier..) und ein perfekter Einstieg.
Brooklyn Bridge zu Fuß
Ein absolutes Highlight: früh gehen lohnt sich! Weniger Trubel, tolle Fotos und dieser erste Blick auf Manhattan … Gänsehaut.
Spaziergang zur 9/11 Gedenkstätte
Ruhig, respektvoll, eindrücklich – an diesem Tag haben wir nur die Gedankstätte besucht, im 911 Museum waren wir aber auch noch.
Oculus
Architektur-Stop & kurze Shoppingpause. Die Kombination aus Design und Leben mitten im Finanzdistrikt fanden wir sehr cool. Aber auch teuer, besonders der italienische ‘Supermarkt’, in dem wir eigentlich etwas zu mittag essen holen wollten.
Grand Central Station
Allein die Halle ist ein Erlebnis. Hier gab’s dann etwas zu futter: Snack-Stopp bei Frankie’s Hot Dogs – simpel, schnell, genau richtig.
SUMMIT One Vanderbilt
Eines unserer absoluten Highlights der Reise: Spiegel, Licht, Ausblick – modern, spektakulär und bei uns allen extrem beliebt. Hier kann man richtig tolle Fotos machen! Gebucht haben wir über Get your Guide.
Times Square
Laut, bunt, überwältigend – einmal muss man es erleben.
Abendessen bei Raising Cane’s
Perfektes „Teenager-Essen“ zum Abschluss eines langen Tages. Ich war mir nicht sicher, ob es ein Restaurant oder ein Club ist. Es war irre laut und es gibt genau ein Gericht: Hühnchen mit Pommes. Aber das war tatsächlich ganz lecker.




























Tag 2 – Geschichte, Fähre & Streetfood
Nach dem intensiven ersten Tag wollten wir es an Tag 2 etwas ruhiger angehen lassen. Er stand ganz im Zeichen von Geschichte, Kontrasten und Perspektivwechseln – sowohl geografisch als auch emotional.
Das südliche Manhattan zeigt New York von einer ganz anderen Seite: weniger Hochglanz, dafür viel Bedeutung, Bewegung und Alltagsleben. Mit dem Besuch des 9/11 Memorial Museums, einem Spaziergang durch den Financial District und der Fährfahrt nach Staten Island entstand ein Tag, der auch für unsere Teenager sehr eindrücklich war.
Am Abend wurde es dann wieder lebendig und günstig: Chinatown mit seinem Streetlife und den vielen kleinen Restaurants war der perfekte Abschluss eines abwechslungsreichen Tages.
Frühstück nahe dem Hotel Radio
Kleine Café-Bar gegenüber – unkompliziert und genau richtig für einen frühen Start.
9/11 Memorial Museum
Sehr bewegend und gut aufbereitet. Wir haben uns bewusst Zeit genommen, gut zweieinhalb Stunden braucht man für diese beeindruckende Ausstellung. Tickets haben wir vorab über Get Your Guide reserviert.
Spaziergang durch Wall Street & Financial District
Kurzer Stopp bei Leo’s Bagels – einer der besten Bagels der Reise! Die Wallstreet und der Financial District war jetzt nicht soo spannend, aber gehört einfach auch dazu.
Staten Island Ferry
Kostenlos, entspannt und mit tollem Blick auf die Freiheitsstatue. Ein echter NYC-Klassiker.
Chinatown
Abends durch die Straßen schlendern und preiswert essen – authentisch, lebendig und ein schöner Kontrast zu Midtown. In der Doyer Street reiht sich ein Streetfood Restaurant ans nächste. Hier gibts große Portionen gebratenen Reis oder Nudeln für ein paar Dollar.
















Tag 3: Shopping-Ausflug ins Outlet
Als wir als Paar vor 20 Jahren an der Ostküste unterwegs waren, haben wir zum ersten Mal ein Outlet besucht und fanden es so toll :-) Eine der Erinnerungen, die man gerne wiederholt und die Basis für den dritten Tag bildete.
Wir haben für nen Tag ein Auto gemietet und sind in die Woodbury Common Premium Outlets gefahren. Eine gute Stunde außerhalb der City. Dabei gabs dann auch ein bisschen Amerika Vibes zu schnuppern, einen großen Supermarkt und noch größere Autos.
Und ja, wir haben ein bisschen eingekauft. Nike, Vans, American Vintage, Banana Republic etc. locken mit guten Preisen und kräftigen Rabatten.
Tag 4: Musical und Stadtbummel
Dieser Tag stand ganz im Zeichen von großen Namen, besonderen Momenten und ein bisschen New-York-Glamour. Wir sind ein bisschen später in den Tag gestartet, haben weniger Strecke gemacht.
Broadway Musical: Der König der Löwen
Ein absolutes Highlight unserer Reise. Die Inszenierung, die Kostüme und die Musik haben uns alle begeistert – auch die Teenager waren von Anfang bis Ende gefesselt. Den Broadway live zu erleben, gehört einfach zu New York dazu. Die damals so günstigen Last Minute gab es nicht mehr, doch dafür kann aber online gute Schnäppchen machen. Wir saßen in der letzten Reihe und haben 45 Dollar pro Person gezahlt.
Louis-Vuitton-Koffer
Ein kurzer, aber besonderer Stopp: Die berühmten Koffer als Baugerüstverkleidung um den Store wollten wir gesehen haben.
Times Square
Abends wirkt der Times Square noch einmal ganz anders als tagsüber. Durch die Menschenmassen bleibt das Gewusel faszinierend – besonders beim zweiten Besuch, wenn man schon ein bisschen angekommen ist.
Apple Store
Modern, offen, minimalistisch – typisch Apple, aber in New York noch einmal beeindruckender. Besonders für Teenager ein Magnet. Wir waren lange dort…
Fifth Avenue
Die Fifth Avenue ist eine der berühmtesten Straßen der Welt – hier trifft New Yorks Luxus auf ikonische Architektur und ein unverwechselbares Stadtgefühl. Schon ein kurzer Spaziergang zeigt, warum sie so besonders ist: Schaufenster von weltbekannten Marken, historische Kirchen und moderne Wolkenkratzer wechseln sich ab. Hier gibt’s die teuersten Apartments der Stadt!









Tag 5: High Line, Design & Lieblingsviertel
Nach viel Sightseeing und Großstadttrubel war Tag 5 einer unserer entspanntesten und gleichzeitig schönsten Tage. Im Fokus standen Spaziergänge, gutes Essen und Viertel, die New York besonders lebendig und kreativ zeigen. Mit Chelsea, der High Line und SoHo haben wir bewusst Gegenden kombiniert, in denen man treiben lassen, entdecken und einfach genießen kann – perfekt auch für Teenager.
Frühstück bei Black Seed Bagels im Chelsea Market
Einer unserer Lieblingsorte: tolles Essen, kleine Läden mit regionalen Künstler:innen – perfekt für besondere Mitbringsel.
Little Island
Little Island ist eine kleine, künstlich angelegte Parkinsel am Hudson River, die auf markanten, tulpenförmigen Betonpfeilern steht. Sie wurde als öffentlicher Erholungsraum gestaltet und verbindet Natur, Architektur und Kunst auf ganz besondere Weise.
Die Insel wird für Spaziergänge, kleine Pausen, Veranstaltungen und Open-Air-Aufführungen genutzt. Für uns war Little Island vor allem ein schöner Ort zum Durchatmen, Fotos machen und kurz innehalten – ein überraschend ruhiger Kontrast zur umgebenden Großstadt.
High Line Walk
Die High Line ist einer der außergewöhnlichsten Spazierwege New Yorks. Sie verläuft auf einer ehemaligen, stillgelegten Hochbahntrasse, die heute als begrünter Park über den Straßen Manhattans angelegt ist. Statt Autolärm läuft man hier zwischen Pflanzen, Kunstinstallationen und moderner Architektur – mit Blick auf die Stadt von oben. Für uns war die High Line kein klassisches Sightseeing, sondern eher ein urbaner Spaziergang mit Wow-Effekt
Crumb Cookies & Flatiron Building
Pflicht-Snack-Stopp! Crumble Cookies sind der virale Kekstrend auf Social media. Wir haben der Filiale einen Besuch abgestattet und eine Schachtel der Kalorienbomben gekauft. Da spart man sich das Mittagessen…
SoHo
Coole Shops, schöne Straßen, kreative Atmosphäre. Hier macht Bummeln richtig Laune!
Urban Outfitters & Macy’s
Teenager-approved – stand auf der Wunschliste. Und hat auch ein paar Shirts eingebracht.
Abendessen bei Black Tap Burger
Große Burger, verrückte Milkshakes – genau das Richtige nach einem langen Lauf-Tag.






























Tag 6: Durchatmen im Central Park & Abschied von NYC
Unser letzter Tag war nur ein halber. Unser Rückflug ging am frühen Abend, d.h. wir hatte den Vormittag für eine kleinen Ausflug in den Central Park.
Radtour durch den Central Park
Wir haben uns Fahrräder geliehen und den Park erkundet.
Man kommt entspannt von Spot zu Spot, sieht viel und hatten auch noch ein bisschen Bewegung. Gut zu wissen: Mit dem Fahhrrad darf man nur auf den großen Wegen fahren und alle sind Einbahnstraßen. Umdrehen und zurück fahren ist somit nicht möglich. Da wir uns dennoch sputen mussten, haben wir die Räder auf halber Strecke quer durch den Park geschoben, um wieder zurück fahren zu können.
Der Central Park war vielleicht der schwächste Punkt der Tage, hat uns alle nicht so wirklich abgeholt.
Rückreise
Danach hieß es Koffer holen, Richtung Flughafen – mit müden Beinen, vollen Speichern auf dem Handy und vielen Erinnerungen im Kopf.





Unser Fazit – New York mit Teenagern erleben
New York mit Teenagern zu entdecken, war für uns ein voller Erfolg – laut, bunt, aufregend, aber gleichzeitig auch gut machbar, wenn man die Tage clever plant. Unsere Erfahrungen zeigen: Man kann Geschichte, Kultur, Architektur, Shopping und Fun perfekt kombinieren, ohne dass es zu stressig wird.
Wenn ihr überlegt, mit euren Kindern nach NYC zu reisen, ist dieser Mix aus Highlights, entspannten Spaziergängen und besonderen Insider-Spots eine echte Idee für Familien.
Wer noch mehr entdecken möchte, kann zum Beispiel Coney Island, Brooklyn Streetart, das Intrepid Museum oder eine Bootsfahrt um die Freiheitsstatue einplanen – alles spannend für Familien mit älteren Kindern. Unser Tipp: Mix aus Planung und Flexibilität macht den Trip erst rund und sorgt dafür, dass alle Familienmitglieder auf ihre Kosten kommen.




Dori meint
Danke für den tollen Post.🩷
New York steht schon lange auf meiner Bucket Liste, leider habe ich es bisher aber nicht geschafft. Dein Post wird sich trotzdem mal gemerkt. Ein paar Jährchen hab ich ja noch, bis die Kids Teenies sind 😅